Tai Chi - mentale Stärke fördern

Tai Chi ist sanftes Bewegen und Mobilisieren von Körper und Geist. Die Bewegungskunst, die ursprünglich aus China stammt, basiert vor allem auf Meditation, Kampfkünsten und Entspannungstechniken. Das sogenannte „Chinesische Schattenboxen“ beinhaltet Regeln der Selbstverteidigung genauso wie meditative Grundlagen die sich zu einer äußerst anmutigen Kampfkunst zusammenführen.

 

Tai Chi - ein Mythos?

Die Geschichte von Tai Chi gleicht eher Mythen, Gerüchten und Sagen als belegbaren Tatsachen. Die Lehren stammen teils aus dem Buddhismus und dem Konfuzianismus. Über viele Jahre hinweg wurde das Geheimnis um Tai Chi behütet wie ein Familienschatz. Die Söhne der Familien gaben die Lehren und Übungen an ihre eigenen Söhne weiter. Absoluter Gehorsam und Traditionsbewusstsein galt als oberste Prämisse. Familienfremde Schüler wurden von ihren Meistern zwar unterrichtet, aber nicht vollständig als Meisterschüler anerkannt. Die Prinzipien wurde diesen Personen nicht vollständig weitergegeben. Das ist auch der Grund dafür, dass heute so viele unterschiedliche Lehren existieren.

Tai Chi in der Praxis

Grundlegend bezeichnet die „Form“ den jeweiligen Bewegungsablauf der sich sehr fließend und anmutig gestaltet. Diese Bewegungsmuster werden sehr exakt ausgeführt, und bedingen ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Konzentration. Die Übungen gestalten sich oft wie richtige Anektoten. „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“, oder „Der weiße Kranich breitet die Flügel aus“ - anhand dieser bildlichen Vorstellung wird der Übung Ausdruck und Willensstärke verliehen. Der Körper erfährt einen völlig neuen Anspruch und beginnt bewusst Bewegungsabläufe exakt zu koordinieren. Die richtige Atmung entspannt dabei und regt den Geist und die Willenskraft an. Ziel von Tai Chi ist es die Körperbalance aufrecht zu halten, das Muskelkorsett zu kräftigen, und die Gelenke zu mobilisieren. Die Meditation macht den Kopf frei und schenkt das notwendige Rüstzeug für die Lasten des Alltags.

Tai Chi ist eine Lebenslehre. Durch kontinuierliches Üben kann man seinen Anspruch immer mehr verbessern und neue Bewegungsmuster erlernen. Tai Chi ist kein Heilmittel wenn es um das Lindern von Erkrankungen und Beschwerden geht. Allerdings vermögen, die mit Bedacht ausgeführten Bewegungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Gelenke vorzubeugen. Menschen die unter negativen Stress leiden, sei Tai Chi besonders empfohlen. Bietet es doch eine Alternative, die vorbei an einem Burn-Out-Syndrom hin zur Selbstfindung führen kann.

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